Eigenfetttransplantation – Ablauf, Anwendung und Vorteile

Eigenfetttransplantation

Was ist eine Eigenfetttransplantation?

Bei der Eigenfetttransplantation (Lipofilling bzw. Lipotransfer) wird Unterhautfettgewebe von beispielsweise Bauch, Oberschenkel oder Gesäß entnommen, gereinigt, zentrifugiert und in kleine Injektionsspritzen abgefüllt. Mit feinen Spezialkanülen wird das aufbereitete Körperfett dann in andere Körperareale wieder eingespritzt, um diese optisch zu vergrößern oder ihnen mehr Volumen zu verleihen.

Wann kommt das Lipofilling zum Einsatz?

Eigenfetttransplantation kann zu unterschiedlichen Zwecken dienen:

  1. Durch den Einsatz von Eigenfett können eingefallene Gesichtspartien, z.B an den Wangen, wieder an Volumen dazugewinnen.
  2. Das Eigenfett dient als Füllmaterial für Faltenunterspritzung im Gesicht, am Hals oder am Dekolleté. Besonders Nasolabial- und Zornesfalten lassen sich dank des Eigenfettes unauffällig aufpolstern.
  3. Eigenfett wird oft auch zur Brustvergrößerung eingesetzt. Hier ist jedoch nur die Vergrößerung um eine Körbchengröße möglich.
  4. Eigenfett enthält außerdem viele ‚wundheilungsfördernde’ Stammzellen. Ein Lipotransfer ist somit auch für die Narbenbehandlung besonders gut geeignet, speziell zur Unterfütterung eingezogener (atropher) Narben.

Wie wird Eigenfett für die Transplantation entnommen?

Die Fettgewinnung erfolgt durch eine Fettabsaugung München (Liposuktion). Über minimale, unauffällige Schnitte im Entnahme-Areal saugt der Chirurg mit Hilfe kleiner, stumpfer Kanülen Fettzellen aus dem Gewebe. Das erfolgt in der Regel komfortabel in einer leichten Vollnarkose.

Vor der Operation werden die Stellen angezeichnet, aus denen das Fett entnommen wird, sowie jene Areale, in die es später injiziert werden soll.

Zuerst muss eine Tumeszenzlösung eingebracht werden. Diese hilft dabei, die Fettzellen zu lockern und zu verflüssigen, damit diese leichter abgesaugt werden können. Das Absaugen erfolgt schonend. Es wird kein umliegendes Gewebe verletzt.

Neben dem reinen Fett wird auch etwas Blut und Gewebe mit abgesaugt. Deshalb muss das gewonnene Fett medizinisch gereinigt werden, um es optimal für die Eigenfettbehandlung aufbereiten zu können.

Für die Fettabsaugung mit anschließender Transplantation sollte man einen Tag in der Klinik verbringen Je nach Umfang der Fettabsaugung können Sie am selben Tag wieder nach Hause oder aber Sie bleiben zur Sicherheit über Nacht in der Schönheitsklinik. Die Eigenfettbehandlung sollte immer direkt nach der Fettabsaugung durchgeführt werden. So wird sichergestellt, dass möglichst viel des Fettgewebes die Transplantation überlebt und das gewünschte Ergebnis erreicht wird..

Ein Großteil des eingesetzten Fettes wächst im neuen Gewebe an und bleibt dauerhaft bestehen. Ein geringer Prozentanteil baut sich selbst ab. Das ist ganz normal. Deswegen wird immer etwas mehr Fett eingespritzt als für das gewünschte Ergebnis benötigt.

Vorteile der Eigenfettnutzung

Eigenes Körperfett wiederzuverwerten, bringt diverse Vorteile mit sich. Unter anderem ist es kein Fremdkörper, der eingesetzt wird, im Gegensatz zu z.B. Implantaten. Somit sind Risiken wie die Kapselfibrose oder Tastbarkeit (bei Implantaten) ausgeschlossen

Außerdem führt Eigenfett zu besonders natürlich wirkenden und sich natürlich anfühlenden Ergebnissen.

Als ‚Material’ ist Eigenfett stets in jedem Körper verfügbar. Es muss nicht bestellt und geliefert und auch nicht an sie angepasst werden.

Zudem besitzt Eigenfett regenerative Kräfte: Die Hautstruktur wird langanhaltend verbessert – über den reinen Volumeneffekt hinaus.

Mögliche Risiken

Materialbedingte Risiken gibt es keine, da der eigene Körper das Eigenfett bereits ‚kennt’ und daher nicht abstößt. Die einzigen Risiken sind jene, die aufgrund der Schnitte, Injektionen oder der Anästhesie auftreten können. Dazu zählen Blutergüsse, leichte Schmerzen, Brennen, Rötungen oder minimale Entzündungen. Diese Beschwerden klingen jedoch schnell wieder ab.

Fazit zur Eigenfetttransplantation

Die Eigenfetttransplantation bezeichnet die Entnahme körpereigenes Fettes, das dann in andere Körperpartien wieder eingebracht wird. Dadurch sollen beispielsweise die Brüste an Volumen dazugewinnen. Eigenfett bringt als Material zahlreiche Vorteile und keine Nebenwirkungen mit sich, weshalb es gerne eingesetzt wird.

Wenn auch Sie körpereigene Fettzellen zur Brustvergrößerung, Po-Vergrößerung Faltenunterspritzung oder für eine andere Behandlung nutzen wollen, so lassen Sie sich gerne in meiner Praxis für Schönheitschirurgie beraten. Ich freue mich darauf, Ihnen weiterhelfen zu können!

© Goodpics – stock.adobe.com

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